Soundtracks in Videospielen

Soundtracks in Videospielen sind seit Anbeginn der Videospiel-Ära omnipräsent. Früher waren sie aufgrund der beschränkten Möglichkeiten wie dem PC-Speaker recht einfach und trotzdem eingängig, denn fast jeder kennt das berühmte Tetris-Theme. Doch seit der Einführung von Soundkarten und der Aufstockung des Projektbudgets für Soundtracks unter Einbeziehung ganzer Orchester kamen hier und da wirklich gute Sachen raus, von denen ich einige doch des Öfteren höre und die zu meinen persönlichen Lieblingen zähle.

Journey

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Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=ypNgvc6c6Cc

Leider besitze ich keine PlayStation 3, um die Welt von Journey einzutauchen. Dazu bleibt mir lediglich der von Austin Wintory komponierte Soundtrack, der völlig verdient als erster Soundtrack eines Videospiels für einen Grammy nominiert war. Mein absolutes Lieblingsstück des Albums, welches es übrigens auch bei YouTube in Form einer Playlist gibt, ist dabei dieser Song. Selten erlebe ich beim Hören so viele Gänsehautmomente. (Amazon-Link)

Alan Wake

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Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=b7Ef2ik_b2A

Vor Allan Wake hatte ich damals etwas Angst, weil ich jemand bin, der sich in Spielen mit bedrohlicher oder beängstigender Atmosphäre recht schnell fürchtet und diese auch nicht viele Stunden am Stück spielen kann. So konnte ich auch dieses Spiel nur in kleinen Portionen genießen, aber leider nie ganz durchspielen, da ich für das letzte Stück eine kleine Pause einlegen wollte, die dann einfach zu groß wurde, um es wirklich noch mal abzuschließen. In Erinnerung geblieben ist aber ein atmosphärisch dichtes Spiel mit repetitiven Spielelementen und dem hervorragenden Soundtrack von Petri Alanko, den ich auch heute nach wie vor gerne höre und mich so an den einen oder anderen Moment im Spiel erinnert.

Red Dead Redemption

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Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=hIqdE4Ops-Q

Red Dead Redemption ist mein persönliches Spiel dieser Konsolengeneration, auch wenn es bei weitem nicht perfekt ist. Die Immersion einer glaubhaften Welt ist für mich unerreicht, die Landschaft abwechslungsreich gestaltet und selten erlebte ich soviele tolle Momente außerhalb von Missionen. Da gibt es spontante Überfälle, das Jagen von Wildtieren oder einfach nur das Reiten durch die wundervolle Landschaft. All das wird begleitet von eher spärlichen und teils kratzenden Tönen, die sich aber trotzdem wunderbar in das Spiel einfügen und ihm einen ganz speziellen Charme verleihen. Noch heute hab ich die Bilder im Kopf, wie ich zu dem Lied Far Away von Jose Gonzalez nach einer wilden Schießerei in Mexiko ankam und die Sonne über der rotbraunen Landschaft unterging.

The Legend of Zelda – Ocarina of Time

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Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=K8GRDNU50b8

Die Zelda-Reihe gehört seit jeher zu den Vorreitern in Sachen Soundtracks und so bot einst im Jahre 1998 der Ableger Ocarina of Time, welches mit 120 Mitarbeitern und rund drei Jahren Entwicklungszeit eine der umfangreichsten Videospielproduktionen der damaligen Zeit war, die ersten nicht aus 16 Bit bestehende Melodien. Die Musik selbst ist, so wie man es von guten Soundtracks erwartet, eher unauffällig, dennoch unterstützend und sehr eingängig. Und so hat man auch nach Jahren die Klänge der Gerudowüste oder des Dorfes Kakariko im Ohr. Kōji Kondō schreib dazu im Official Nintendo Magazine:

The Legend Of Zelda can make it feel as if you have jumped into the game and are experiencing its adventure. The music was created to make that visceral feeling more real. The tunes in Kakariko Village and Hyrule Castle Town are melodious and cheerful, and quiet sound effect-like music is used in the dungeons. The main Hyrule Field theme has been written so that it develops and has new facets each time it is heard in the game.

Übrigens ist OoT das erste Zelda-Spiel, dass nicht das bekannte Zelda-Hauptthema enthält. Natürlich gibt es alle Titel auch bei YouTube.

World of Goo

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=h0tbDIsmx_c

Der Soundtrack von World of Goo kommt wenig pompös daher, schafft es aber, mit seinen abwechslungsreichen Geräuschen eine ganz eigene epische Stimmung zu schaffen. Der Amerikaner Kyle Gabler ist Teil und Mitgründer des Entwicklerstudios 2DBoy, welches aus zwei ehemaligen Electronic Arts Mitarbeitern besteht, und kreierte auch den Soundtrack zu weiteren Projekten wie Little Inferno. Alle Tracks gibt es ebenfalls in Form einer Playlist auf YouTube.

The Elder Scrolls V – Skyrim

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Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=PuqI4U3WJcg

Die TES-Reihe ist seit jeher für einen grandiosen Soundtrack bekannt. Die Entscheidung zwischen Morrowind und Skyrim fiel nicht leicht, denn auch Morrowind ist einfach klasse, besonders das Hauptthema hat es mir angetan. Die Wahl von Skyrim habe ich deshalb getroffen, weil ich mit der Musik viele tolle Momente verbinden kann und nochmals in die Welt von Himmelsrand eintauche und mir vorstellen kann, wie die Nordlichter am Himmel tanzen.

Gothic 3

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Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=KE46cXmaX5I

Fragt man leidenschaftliche Fans der Gothic-Reihe, was ihnen am dritten Teil überhaupt nicht gefällt, dann wird man mindestens einen Sonnenuntergang und einen Sonnenaufgang miterleben und dennoch, auch der 3. Teil hat eine tolle von Kai Rosenkranz komponierte musikalische Untermalung, welche es auch auf YouTube gibt.

Es mag sicher noch viele mehr geben, doch das sind die, die mir am ehesten in den Sinn gekommen sind. Ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht natürlich nicht.

Sight

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Video-Link: http://vimeo.com/46304267

Sight ist eine sehenswerte Zukunftsvision, die in der Art hoffentlich nie in Kraft tritt. Das Leben wäre damit, da bin ich mir recht sicher, um einiges uninteressanter. Eine nette Spielerei ist es dennoch, und auch die Qualität des Kurzfilms lässt kaum Kritik zu.

Fallout: Nuka Break

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Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=np531fzqWAY

Obwohl ich die alten Teile nie gespielt habe bin ich dennoch ein großer Fallout-Fan. Teil 3 hat mir „damals“ gut gefallen, New Vegas sogar noch etwas mehr, und es steht auch schon länger auf der Liste der Titel, die ich wieder einmal spielen muss. Durch einen Game-Breaking-Bug konnte ich diesen Teil nämlich nie vollenden, und das, obwohl ich mutmaßlich kurz davor war. In sofern kommt dieser Fanfilm sehr gelegen und weckt die Lust, aktuelle Projekte wie Batman: Arkham City fallen zu lassen und einen neuen Charakter zu erstellen. Aber ich versuche stark zu bleiben, umso größer ist dann später die Freude. Übrigens: New Vegas ist gerade noch im Steam Summer Sale, allerdings für viel zu wenig Geld.
(via)

Adrift

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Video-Link: http://vimeo.com/69445362

Der Kalifornier Simon Christen sorgte bereits vor über zwei Jahren mit seinem Timelapse-Video „The Unseen Sea“ für Furore und es landete in den Vimeo Stuff Picks. Hätte es zu dieser Zeit dieses Blog schon gegeben wäre es auch hier zu sehen gewesen. Diese lange Zeit blieb aber nicht ungenutzt, denn Simon Christen hatte ein neues Projekt im Sinn. Er wollte sich voll und ganz dem Nebel rund um San Francisco, der Golden Gate Bridge und den Kämmen der kalifornischen Küste widmen.

„Adrift“ is a love letter to the fog of the San Francisco Bay Area. I chased it for over two years to capture the magical interaction between the soft mist, the ridges of the California coast and the iconic Golden Gate Bridge. This is where “Adrift” was born.

So ein Vorhaben benötigt natürlich viel Vorbereitung und man kann nur erahnen, wieviel Arbeit in dem Projekt steckt! Aber all die Mühen haben sich definitiv gelohnt, herausgekommen ist ein wirklich schönes Video, was hier natürlich nicht fehlen darf.
(via)

Kölnstagram

In der letzten Woche war ich in Köln und besuchte meinen guten Freund Denny. Er wohnt dort bereits seit einigen Monaten und so war ein Besuch natürlich längst überfällig. Neben den gängigen Sehenswürdigkeiten wie dem Dom inkl. der Turmbesteigung und Schatzkammer, der Hohenzollernbrücke, das Kölntriangle, dem Schokoladenmuseum und der Altstand standen auch ein Spiel der Kölner Haie und ein Abstecher in das Düsseldorfer Nachtleben auf dem Programm. Während der Ausflüge hatte ich natürlich auch das Smartphone dabei und habe das ein oder andere Bild bei Instagram veröffentlicht. Leider reichten die paar Tage nicht aus, um mir alles anzusehen, daher ist der nächste Trip nach Köln bereits im Gespräch.

Auf nach Köln!

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Kerbal Space Program

Als bekennender Freund des Weltraums bin ich immer auf der Suche nach tollen Science-Fiction-Filmen, Serien und Videospielen. Im Frühjahr letzten Jahres zeigte mir der Tobi von Sovy.de das Indiegame Kerbal Space Program vom bisher unbekannten mexikanischen Entwicklerstudio „Squad“. Ohne überhaupt die Demo anzuspielen kaufte ich mir für $15 die Vollversion und habe es nicht bereut. Der neuste Trailer gibt einen guten Einblick in das Projekt.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=j3RjAvloASI

In einem wahrscheinlich (so genau kann man das ja nicht sagen) fiktiven Sonnensystem sind wir dafür zuständig ein Weltraumprogramm auf dem Planeten Kerbin aufzubauen. Das klingt jetzt etwas nach Wirtschaftssimulation und ist nicht ganz richtig, aber so in etwa kommt das schon hin. Das Raumfahrtzentrum hat bereits eine Landebahn, eine Startrampe und einige Gebäude, darunter eine Tracking Station und zwei Fertigungshallen, in denen man Raketen und Flugzeuge nach Herzenslust zusammenlöten kann. Ob diese dann auch flugtauglich sind entscheidet sich im nächsten Schritt: dem Start. Hier sieht man dann, ob man genug Schub hat, die Rakete nicht insgesamt zu schwer ist, einen falschen Schwerpunkt hat, eine Fehlkonfiguration der Stages, das sind einzelne Punkte, an denen leere Tanks abgeworfen oder Triebwerke gezündet werden, vorliegt oder generell zu instabil ist. Diese vielen Fehlerfaktoren machen es fast unmöglich, eine auf Anhieb funktionierende Rakete zu bauen, aber umso größer ist die Freunde, wenn man seinen ersten stabilen Orbit erreicht. Und so tastet man sich Stück für Stück weiter, sucht sich neue Herausforderungen und Aufgaben. Nach dem ersten Kerbin-Orbit könnte man ja mal den Mond umrunden um dann im nächsten Schritt einen Orbit um den Mond zu erreichen, einen Landefähre abzusetzen und diese dann auch wieder zurück zur Erde zu bringen.

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Die Landefähre ist unbeschadet auf Mun angekommen. Links daneben hüpft ein Kerbalnaut.

Diese zahlreichen Möglichkeiten machen das Spiel für mich so besonders und auch die Tatsache, dass es einerseits bockschwer ist und andererseits aber auch unheimlich belohnend. Nach der ersten erfolgreichen Mondlandung habe ich mit einem breiten Grinsen den Rückflug zu Kerbin angetreten und auch diesen mit dem letzten Tropfen Treibstoff gerade so geschafft. Danach ist man dann auch mächtig stolz auf sich selbst und ist erneut angespornt, etwas Neues zu probieren.

Angetrieben wird das Spiel von der Unity4-Engine. Diese macht einen soliden Eindruck, sieht dabei nicht überragend, aber auch nicht wirklich schlecht aus, zumal man sich eh meistens in der Schwerelosigkeit aufhält. Einzig die Sonnenauf- und -untergänge im Zusammenspiel mit der Atmosphäre von Planeten  müssen erwähnt werden. Selten habe ich in einem Videospiel die Taste für Bildschirmfotos häufiger gedrückt.

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Die Aussicht ist fantastisch.

Kurz nach Weihnachten packte mich dann wieder die Lust und ich installierte die neuste Version. Es hatte sich eine Menge getan, neben dem Heimatplaneten Kerbin und dessen zwei Monden gibt es viele neue Planeten, von denen einige weitere Monde haben. Auch sind viele neue Bauteile dazugekommen, Solar-Panele, Batterien, Lichtquellen, Leitern, Messgeräte, verschiedene Passagierkapseln und sogenannte Probes, im Prinzip sind dies unbemannte Steuereinheiten, sodass man jetzt auch die Möglichkeit hat, einen Satelliten zu erstellen und diesen irgendwo auszusetzen. So kreisen in meinem Spielstand jetzt 2 geostationäre Satteliten um Kerbin, ein weiterer in 100km Höhe um Mun, den Mond von Kerbin und einer im Abstand von rund 1,5 Millionen Kilometern um die Sonne.

Die Möglichkeit, eigene Raumstationen zu bauen und diese in den Orbit zu bringen ist ebenso interessant wie die Herausforderung, diese nachträglich mittels des Docking Ports zu erweitern. Was einfach klingen mag ist zumindest für mich eine enorm schwere Aufgabe. Zuerst muss die Umlaufbahn der Erweiterung der der Raumstation angeglichen werden, sodass sie bis auf wenige Grad Neigung übereinstimmen. Mit Hilfe der Höhe muss man dann den Abstand zu dem Objekt verringern. Ein höherer Orbit resultiert in einer langsameren Geschwindigkeit, die Raumstation holt also mit jeder Planetenumrundung etwas auf. Ein niedrigerer Orbit bewirkt genau das Gegenteil: Die Erweiterung wird schneller und holt allmählich auf die Raumstation auf.

Sind beide Objekte einigermaßen nah beieinander wird dann mit Hilfe der Manöver-Knoten eine Orbitänderung abgestrebt, die beide Objekte auf eine fast identische Umlaufbahn bringt. Erreicht man den Intersection-Point muss die relative Geschwindigkeit zum Ziel auf 0 gebracht werden und dann folgt der schwierige Teil. Das Annähern und Andocken. Hier konnte ich noch keine Erfolge vorweisen, denn leider war ich zwar direkt davor, konnte aber nicht andocken, weil ich aus Unwissenheit keinen Docking Port an der Raumstation angebracht habe. Ich dachte, dass das verbaute Element bereits diese Ports anbietet. So war ich wieder um eine Erfahrung reicher; das wird mir mit Sicherheit nicht noch einmal passieren. Mittlerweile ist eine neue und größere Version der Raumstation in der Umlaufbahn und wurde bereits erfolgreich erweitert und gibt auch optisch einiges her.

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Die KSS 2 inklusive der ersten Erweiterung umkreist Kerbin in einem 110 km hohen Orbit.

Kerbal Space Program wird stetig weiterentwickelt. In einer der nächsten Versionen soll dann auch endlich eine simulierte Wolkendecke den Heimatplaneten zieren und wünschenswert wäre es auch, einige Lichter von Ballungszentren in der Nacht sehen zu können. So sieht es da unten noch etwas unbewohnt aus. Mit viel Spannung wartet die Fangemeinschaft auf die Einführung von Wiedereintrittswinkeln und der Simulation der entstehenden Hitze. Die erfordern dann vor der Landung eine genaue Planung, denn bis jetzt kann man recht einfach die Atmosphäre durchdringen ohne auf die Hitzeentwicklung zu achten.

Ein abschließendes Fazit zu geben ist nicht leicht. Mir persönlich beschert Kerbal Space Program viele spaßige Stunden, aber das muss natürlich nicht für jeden gelten. Es ist sehr speziell, aber wer dem Weltall, Simulationen und einem fordernden Schwierigkeitsgrad nicht abgeneigt ist kann mit dem Ding eine Menge Spaß haben. Ich bin dann mal weg, einen Satelliten zum Nachbarplaneten Duna schicken.